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Fünf minus eins

Immer, wenn ein Kind nicht zu Hause ist, hat es Vor- und Nachteile:

 

- wenn Simon fehlt, dann ist es ruhig. So richtig ruhig. Alle Hintergrundgeräusche, Tics, auf-der-Stelle-Gelaufe und über den Bodengerutsche, alles ist weg. Das ist am Anfang total ungewohnt, manchmal bilde ich mir sogar ein, ich hätte ihn singen gehört, er ist ja so eine Art wandelnder Tinnitus bzw. Ohrwurm. Und auf die Uhr muss man ohne ihn auch selbst schauen, wenn er da ist, verkündet er die Uhrzeit ja durchaus im Minutentakt. Sollte er über Nacht weg sein, schlafen wir natürlich sehr gut und wir haben einen Abend für uns, weil das umständliche ins Bett bringen wegfällt. Allerdings geht keiner freiwillig mit mir Gassi, man muss im Fernsehen statt wissenschaftlicher Sendungen Lilli, Bibi, Mia und den Maulwurf gucken und man kocht grundsätzlich zu viel, weil er ja voll mit isst. Wenn er fehlt, ist es gut für die Ohren.

 

- ist das Mäusekind nicht da, ist es auch ruhig. Aber anders. Das Mäusekind ist ein Plappermaul, ständig will sie etwas wissen oder kundtun. Das kann man besser ausblenden wie den wandelnden Tinnitus. Dafür streitet sich keiner, wer auf Mamas Schoß wo sitzen will, man hat keine Diskussionen über "wie viel Papier kann man in 15 min verbasteln" und "es ist nicht nötig, knöcheltief in Playmobilpferdezubehör zu stehen" und das Mädchengezicke ist halt um eine Stimme weniger. Dafür hat man zwei Kinder hier, die sich nicht vertragen und ständig hochpushen, sich ständig provozieren und reizen und ein Kind was nichts tun kann. Gar nichts. Denn es ist sooo langweilig ohne Mäusekind. Wenn sie fehlt, ist es gut für die Minimaus, die dann endlich die Aufmerksamkeit bekommt, die ihr ihrer Meinung nach zusteht und schlecht für die Eltern, denn Minimaus kontrolliert alles :-)

 

- wenn die Minimaus nicht da ist, muss man leider sagen, dass wir fast eine normale Familie sind und vieles unternehmen, was sonst nicht geht. Gut, einer spielt noch die Zeitansage und die andere muss man ständig aufs Klo schicken, aber das Laufen über rohe Eier fehlt. Wie ich das meine? Bei der Minimaus muss man immer aufpassen, wie man etwas sagt, macht oder wo man hingeht. Jedes Wort könnte triggern, einen Wut- oder Weinanfall oder hilflose Zustände bei uns allen auslösen. Das Mäusekind ist viel gelöster, Simon hat niemanden mehr, an den er sich reiben könnte. Allerdings ist es so furchtbar leer ohne sie. Wenn sie fehlt, ist es gut für unsere Nerven, wir können die Akkus aufladen. Und auch wenn sich das jetzt sehr negativ anhört, geht sie uns furchtbar ab, wenn sie weg ist.

 

Denn wir sind nunmal fünf und nur so komplett. Egal, wie sich jeder benimmt, denn wir alle sind halt so, wie wir sind.

 

Ich geh dann mal spielen. Denn heute fehlt das Plappermäulchen und der Minimaus ist langweilig. Soooo langweilig.

9.1.16 17:05
 


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