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Das Mäusekind

Mit 5 Jahren, 4 Monaten und zwei Wochen:

Photobucket

 

 

- ist sie ein absoluter Sonnenschein und eine Kichererbse

- ist sie am Tag und in der Nacht nicht trocken

- kann sie alle Buchstaben schreiben und teilweise lesen

- liebt sie es, Pferde und Einhörner zu malen, aber nicht im Malbuch

- geht sie zweimal pro Woche zur Therapie (Ergo und Heilpädagogik)

- knabbert sie immer noch an Vergangenem, stellt viele Fragen

- denkt über viel zu vieles nach, kann aber inzwischen gut abschalten

- ist sie sehr beliebt bei den anderen Kindern, hat ein ausgeprägtes Sozialleben

-  bockt und trotzt sie wie ein Kleinkind

- kümmert sich wunderbar um jüngere Kinder, Tiere, Omas und andere

- versteht sie sehr langsam, dass sie die größere Schwester nicht immer größer sein muss

- ist sie 104 cm groß und 18 kg schwer, hat endlich einen Kopfumfang von 50 cm (seit diesem Sommer!!!)

- ist sie unglaublich kreativ, bastelt, malt, matscht, bäckt gerne

- hat sie eine sehr geringe Frustrationstoleranz, flippt beim kleinsten "geht nicht" gerne aus

- ist sie mittlerweile sehr selbstbewußt

- redet sie den ganzen Tag

- braucht sie viele Streicheleinheiten, Kuschelzeiten und Redezeiten

- möchte sie unbedingt schwimmen lernen

- findet sie auf dem größten Pferd ihre Mitte und Ruhe

- tanzt sie im Showtanz mit Talent und viel Gebocke :-)

- betet sie viel und besucht gerne den Gottesdienst, nicht ohne die Mitbeter mit ihren Kommentaren zum Lächeln zu bringen

- kann sie stundenlang alleine in ihrer (Pferde)Welt spielen

- kommt sie auf die abstrusesten Ideen bei denen meterweise Tesafilm und Schnipselpapier eine große Rolle spielen

- heißt sie inzwischen so wie wir, ohne ihren Status geändert zu haben

- nimmt sie Kritik absolut persönlich

- hat sie immer noch ihre Probleme mit der Herkunftsfamilie und ihrer Biographie

- ist sie das perfekte Montessorikind, ohne Druck geht bei ihr alles

- macht mit rechts das, was das rechte Auge sieht und umgekehrt, leider haben wir dafür keine Erklärung, es ist sehr ungewöhnlich

 

Unser Mäusekind hat sich zu einem selbstbewußten Persönchen entwickelt, die sich manchmal sehr im Weg steht. Ihre gesundheitlichen Probleme sind nicht mehr da, die psychischen Probleme versuchen wir mit allen Möglichkeiten zu lösen. Sie wird immer kleiner sein, aber nicht mehr zu klein, sie wird immer viel nachdenken, aber nicht mehr zu viel. Sie ist hier der ruhende Pol, zwar laut und quatschig, aber zwischen ihren Geschwistern der passende Ausgleich. Sie ist weder aggressiv noch dominant und bringt so manche angespannte Situation durch einen Witz wieder in die richtige Lage. Sie ist die einzige von den dreien, die ich mir in der Zukunft und erwachsen vorstellen kann. 

5.1.16 16:15


Simon

Mit 8 Jahren, 11 Monaten und drei Wochen..


Photobucket

- ist er inzwischen stolzer großer Bruder

- trägt er nachts noch eine Windel

- geht er in die 3. Klasse einer Regelschule

- hat er nach wie vor unkontrollierte Wutanfälle

- ist er 135 cm groß und 32 kg schwer

- nimmt er anstandslos seine Schlaftabletten, um nachts wenigstens 5 h zu schlafen

- schafft er es meistens in der restlichen Nacht ruhig zu bleiben und zu lesen

- liest er Bücher in der Geschwindigkeit und Anzahl wie seine Mama

- ist er eine alte Petze :-)

- ist er musikalisch wie sein Papa

- weiß er alles besser und sagt das auch

- ist er eine automatische Zeitansage, macht ununterbrochen Geräusche, ist mitunter sehr laut im Leben

- hat er einen gelben Gürtel in Karate und ist Vereinsmeister in seiner Gürtelklasse

- schreibt er wöchentlich Benimmregeln für die Schule, eckt dort oft an

- erklärt er seiner Lehrerin, sie solle die Strafarbeit bitte dreimal lesen, denn dreimal Schreiben ist Blödsinn :-)))

- kann er inzwischen selbstständig Kleinigkeiten wie Semmeln kaufen erledigen

- hat er unmögliche Kleiderticks, zieht diverse Schuhe nicht an, hält Gummibänder nicht aus, liebt Kniestrümpfen zu kurzen Hosen

- ist aber gleichzeitig sehr modebewußt, liebt bunte, hautenge Jeans, keiner darf an der Frisur zuppeln, er liebt seine Dreads

- liebt er Fußball spielen und Freunde besuchen (er hat inzwischen drei *freu*)

- verlangt er, dass sich alle außer ihm genauestens an Regeln halten

- baut er Lego für 11jährige

- ist er chaotisch und weiß mitunter nicht, wo die Küche ist

- lügt er nie

- vergisst er vieles, geht auch ohne Schuhe zur Schule

- ist er ein wunderbarer Kümmerer, wenn er die Bedürfnisse anderer erkennen kann

- braucht er keine Therapien mehr

- ißt er Portionen wie ein Großer, unter einer 28 cm Pizza und vier gebackene Camenberts geht nix :-)

- wächst er jeden Tag über sich selbst hinaus, um in unserer Welt zu funktionieren

 

Wir sind verdammt stolz auf den Großen, der so vieles meistert, obwohl so viel für ihn schwer ist. Den man an guten Tagen für 12, an schlechten für 5 Jahre halten kann. Wobei die schlechten Tage zwar schlimmer sind wie früher, aber weniger werden. Ferien sind inzwischen kein Drama mehr, wir dürfen auch mal um halb zehn frühstücken und er merkt höchstens mal um zwölf an, ob denn ein Mittagessen vorgesehen sei. Noch vor einem halben Jahr wäre das undenkbar gewesen. Er möchte viel weniger ohne uns sein, es fällt ihm aber schwer, die Mitmenschen zu "lesen" und er ist begeistert, wenn es möglich ist, gemeinsam mit Betreuern der Behindertenhilfe selbständige Ausflüge zu machen, oder alleine in die Spielwoche zu gehen. Bald hat er Geburtstag, bald ist er 9 Jahre ein Teil von uns, die Zeit vergeht so schnell!

 

 

 

3.1.16 16:19


Hallo! - Echo - Halloooooooo?

Ja, hier hallt es. Keiner da. Bzw. schon hin und wieder da, immerhin habe ich im Schnitt noch 2 bis 15 tapfere Verfolger hier, die hoffen, etwas lesen zu können. Was war denn los?

 

Zuerst war der Laptop hin und ich hatte keine Lust, mich abends an den PC zu setzen und zu schreiben. Genügend Worte hatte ich jedenfalls im Kopf, genügend Geschehnisse wollten aufgeschrieben werden. Dann kam irgendwie der Sommer, manche Ereignisse überschlugen sich, das schlechte Gewissen zu Schreiben wurde weniger, das Bedürfnis, alles für die Kinder zu notieren, mehr. Dann kam 2015 und das war ein heftiges, lehrreiches, aber glückbringendes Jahr für uns alle. Obwohl ich kein Verfechter guter Vorsätze bin, gibt es 2016 einen: wieder mehr schreiben. Zum einen muss es raus, zum einen gibt es viele Freunde, die Jahr und Tag von uns nichts mehr hören und so wenigstens etwas an unserem Alltag teilhaben können.

 

An all die erwähnten Freunde eine Entschuldigung, die von Herzen kommt. Wir haben keinen von Euch vergessen, ob Ihr nun in Dänemark, Brandenburg oder im bayrischen Wald lebt. Unsere Gedanken sind durchaus bei Euch, das Verständnis, wenn Ihr keinen Kontakt mehr wollt, weil Ihr ständig ignoriert werdet, ist groß. Aber für viel mehr fehlte einfach die Kraft. Es gab und gibt Tage, da fällt es mir extrem schwer, mich in andere hinein zu versetzen oder auch nur zu telefonieren. Wir freuen uns, auf dem AB bekannte Stimmen zu hören, SMSen zu lesen, denken "ach, ja, das letzte Treffen war aber schön" und dann ist der Moment vorbei. Treulos, ich weiß.

 

Zwischen den aktuellen Beiträgen kommt sicher mal ein Rückblick auf Vergangenes. Aber erst mal beginnen wir von vorn...

3.1.16 14:49


Finger weg von MMS!

Eigentlich dachte ich, die Spezies Eltern zu kennen. Als Mama von so besonderen Kindern kommen einem ja die verschiedensten Elternpaare und -teile unter, dass da der eine oder andere Vollpfosten dabei ist, ist nur logisch. Oder dass es Eltern gibt, die diese Bezeichnung nicht verdienen. Was sind das aber für Menschen, die meinen, ihrem Kind etwas Gutes zu tun, indem sie ihm Chlorbleiche verabreichen? Oral oder gerne auch rektal, der Einlauf wird besonders für autistische Kinder bevorzugt. Da gibts dann zum Abendbrot die kasein- und glutenfreie Diät, das Vollwertbrot oder etwas ähnlich hochwertiges und als kleines "Zuckerl" danach ein Stamperl Klorix. Ich weiß, liebe MMS-Befürworter, in Eurem "Miracle Mineral Supplement", sind noch nahrhaftere Dinge wie Chlorbleiche drin und ich bin auch sicher kein Chemiker, aber ein mir bekannter Apotheker hat MMS nun mal auf einfache Chlorbleiche reduziert und das würde ich weder selbst schlucken geschweige denn meinem Kind als "Medizin" geben. Der Umgang mit Autisten kann zeit-, nerven- und kraftraubend sein, diverse Nebenerkrankungen müssen genau wie bei neuro-typischen Menschen behandelt werden, d.h. ein depressiver Autist braucht genauso Hilfe wie ein Nicht-Autist, aber der Autismus selbst ist nicht heilbar. Er ist auch nicht anerzogen, angeimpft oder ansteckend, sondern eine angeborene Andersart zu leben. Dass die Umgebung so autistenfeindlich ist, ist ja kein Autistenproblem.

Auch wenn MMS-Befürworter ihre autistischen Kinder innerlich verätzen und diese vor lauter Angst keinerlei "Symptome" mehr zeigen, sind die Kinder immer noch, das was sie sind: autistisch. Und wer als Elternteil damit nicht klar kommt, hat selbst ein Problem. Und keine Chlorbleiche der Welt kann dem abhelfen. Ich bin für eine Parallelbehandlung überzeugter Eltern: Eltern bekommen die MMS-Dosis der Kinder und diese die gleiche Menge Gummibärchen. Vielleicht hilfts beim Denken, wenn man mit Magenkrämpfen auf der Toilette sitzt.

Mehr und Genaueres über MMS hier:

Kinderdok:

http://kinderdoc.wordpress.com/2014/05/30/gegen-mms/

Mela Eckenfels:

http://mela.geekgirls.de/2014/05/23/didnt-start-fire-eine-botschaft-den-mms-mob/

Psiram:

http://blog.psiram.com/2008/08/esel-wurden-klorix-saufen/

Wikipedia:

http://www.psiram.com/ge/index.php/Miracle_Mineral_Supplement

Pharmama:

http://pharmama.ch/2014/04/29/wenn-es-quakt-wie-eine-ente-moderne-quacksalberei-miracle-mineral-supplement-mms/

 

2.6.14 16:19


Wir sind dann mal weg...

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So gut organisiert waren wir noch nie, Beschäftigungskisten für jedes Kind, Snack-Ketten und noch vieles mehr. Da kann einem (hoffentlich) nicht langweilig werden. Bis dann!

13.4.14 11:57


Wir laufen (nicht) Amok

Wenn ich solche Aufmacher wie in der B.i.l.d schon sehe, dann wird mir schlecht. Eigentlich müsste Simon demnach Amok laufen, sagen wir mal in ca. 9 Jahren. Vorausgesetzt, er erfüllt alle Anforderungen als Asperger und Amokläufer: PC und Hautfarbe sind als Grundvoraussetzungen vorhanden, den Hass auf die Welt bekommt er in der Pubertät gratis dazu und seine fehlenden sozialen Kontakte sind sicher einer der Hauptursachen.

Aber halt: Er kann kein Blut sehen. Er veträgt keinen Lärm. Er kann schlecht auf Menschen zugehen. Er ist kein Fitzelchen aggressiv. Und er kann sehr wohl zwischen gut und böse unterscheiden. Nicht zuletzt ist er auf keinen Fall psychisch krank wie es so viele Amokläufer sind. Mein Mitleid gilt den Hinterbliebenen und den Menschen, die einen Shitstorm anfackeln ohne zu wissen, was Asperger eigentlich ist. Die dank der meinungsbildenden "Tageszeitung" jetzt Mathe können: Asperger+Satanist=Mörder. Oder war es Mordfantasie+Asperger=Satanist?

Anstelle dankbar zu sein, sich ohne Probleme in dieser Welt zurecht zu finden und das Gehirn einzuschalten, wird von Todesstrafe und Steinigung gesprochen.

Tut mir echt leid, lieber Otto-Normalzeitungsleser, ich gehe jetzt mal meinen Autisten knuddeln. Der freut sich dann sogar. Denn er empfindet Liebe für uns. Sein IQ ist überdurchschnittlich. Und er käme nie auf die hirnlose Idee, nicht-autistische Menschen so in Schubladen zu packen, dass die nie wieder raus kommen. 

Das ist das offizielle Statement vom Bundesverband:

Zur heutigen Berichterstattung auf bild.de, wonach ein grausamer „Satanistenmord“
auf einen Taxifahrer in Prag verübt wurde und bei den Tätern angeblich ein Asperger-
Syndrom diagnostiziert worden sein soll
 
http://www.bild.de/news/inland/prozess/der-blutraus
ch-der-satanistenmoerder-35441602.bild.html
 
autismusDeutschland e.V. vertritt als Bundesverband die Belange von Menschen mit
Autismus und dem Asperger-Syndrom sowie ihren Angehörigen. Wir möchten in deutlicher
Form darauf hinweisen, dass es generell keinerlei Verbindung zwischen Autismus und
geplanten Gewalttaten gibt. Es gibt überhaupt keinen Grund zu der Annahme, dass Menschen
mit Autismus in besonderer Weise zu Gewalttaten neigen und diese gezielt verüben.
Wir verurteilen auf das Schärfste, dass durch eine solche Berichterstattung der Eindruck eines
kausalen Zusammenhanges entsteht. Wir weisen darauf hin, dass im Falle einer korrekten
Asperger-Diagnose die Betroffenen wohl kaum in der Lage wären, derartig planvoll
vorzugehen und in das Ausland zu reisen, um eine solche Tat zu verüben. Bild.de bleibt im
Übrigen sämtliche Belege im Zusammenhang mit der angeblichen Diagnose schuldig. Das ist
in höchstem Maße unseriös.
Alle Menschen mit Autismus in Deutschland und ihre Angehörigen und Freunde mit ihnen,
fühlen sich durch eine derartige Berichterstattung diskreditiert. Unser tagtägliches Anliegen,
Menschen mit Autismus in die Mitte der Gesellschaftzu holen, wird durch die implizierte
Herstellung eines Zusammenhanges zwischen einer für die betroffenen Kinder, Jugendlichen
und Erwachsenen schwerwiegenden Entwicklungsstörung und dem „Profil“ solcher Täter
konterkariert.
 
Wir bitten Sie um Ihr Verständnis und Ihren Respekt
gegenüber Menschen mit Autismus.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Maria Kaminski (Vorsitzende)
autismus Deutschland e.V.
Rothenbaumchaussee 15
20148 Hamburg
Tel. 040 - 511 56 04
Fax 040 - 511 08 13
e-mail: info@autismus.de

 

 

 

 

11.4.14 21:19


Wieder mal kindliche Wahrheiten...

"Sag mal Mama, kann ich schon Kinder machen?"

"Nein, dass kann man erst als Erwachsener und außerdem weißt Du ja auch gar nicht, wie das geht, das muss man erst lernen"

"Hey, da gibts sicher ein Buch dafür und weil ich schon lesen kann, kann ich das auch lernen"

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"Mama, wie heißt das Land, wo wir grad durchfahren"

Simon liest das Ortsschild vor und erklärt, dass das kein Land, sondern nur ein Dorf ist.

"Und das Land jetzt?" Simon erklärt dem Mäusekind wieder sehr geduldig, dass das jetzt ein anderes Dorf, aber immer noch das gleiche Land ist.

Nach dem dritten Mal ist Simon genervt: "Mensch Mäusekind, wir sind immer in Deutschland, nur die Häuser stehen in einem anderen Dorf"

"Mensch Simon, das ist so schwer, da muss ich erst noch ein Paar mal fragen, bis ich mir das merken kann"

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Das Mäusekind ist bei der Oma, will nicht nach Hause, kann nur unter großem Trara abgeholt werden. Zu Hause fängt sie bitterlich das Weinen an, sie hätte die Mama doch so vermisst und will nie wieder alleine zur Oma. Auf mein Nachfragen, dass sie doch bei der Oma nicht mal heimfahren wollte, weil sie da so Spaß hatte, kommt die Antwort: "Mama, ich bin fei noch klein, Du musst nich alles glauben, was ich sage"

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28.3.14 10:00


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