Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 



http://myblog.de/raababy

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Ruhe

Ruhe vor dem Sturm? Keine Ahnung. Auf jeden Fall leben wir hier gerade mit viel Ruhe und Gelassenheit. Das heißt jetzt nicht, dass alles normal läuft (geht das überhaupt?) oder wir nur Erfolge zu verbuchen haben (DAS wäre unnormal), sondern einfach, dass wir Gelegenheit haben, unseren Alltag zu leben. Genau das, was ich mir vor Weihnachten so sehnlich gewünscht habe und da nicht zu realisieren war. Die Umgänge laufen ohne viele Terminverschiebungen, die Kindertagesaufbewahrungseinrichtungen sind zufrieden mit uns, es gibt abends einen Elternabend, nachmittags ein Kommuniontreffen, aber sonst? Sonst ist Ruhe. Keine täglichen Amts-, Arzt- und Terminverschiebungsanrufe, keine Woche, wo man nicht mal durchatmen kann. Es gibt Tage, an denen weiß man  nicht, was zuerst erledigt werden soll und Tage wie heute, an denen alles plätschert. Die Omas sind wieder mobil, das Auto wieder heil, mein Rücken erholt sich langsam.

Hach, tut das mal gut. Schaun ma mal, für wie lange...

 

24.1.16 14:23


Was sollte man auf gar keinen Fall tun....

... wenn die Vollkasko zum Jahreswechsel ausgelaufen ist?

Genau, sein Auto demolieren!

 

Und was sollte man noch weniger tun?

Das Familienauto demolieren, wo alle reinpassen!

 

Für die nächste Zeit werden wir viel zu Fuß gehen. Möp!

15.1.16 14:05


Es ist wieder mal soweit....

 

Neun Jahre liegen zwischen diesen beiden Bildern:

Photobucket

Alles Liebe zu Deinem Ehrentag, mein Großer! Was haben wir alles zusammen erlebt, was werden wir noch alles zusammen erleben, wie wird Dein Lebensweg sein? Gerade, kurvig, verschlungen? Keiner weiß das. Wir wünschen Dir alles erdenklich Gute dafür, geh Deinen Weg, wir werden Dir helfen und immer für Dich da sein!

Photobucket

 

 

(Die Kuchenkreation dieses Jahr war übrigens ein Vulkankuchen, gefüllt mit Schokolinsen und ohne Fondant - ganz nach Wunsch des Geburtstagskindes.

13.1.16 14:02


Fünf minus eins

Immer, wenn ein Kind nicht zu Hause ist, hat es Vor- und Nachteile:

 

- wenn Simon fehlt, dann ist es ruhig. So richtig ruhig. Alle Hintergrundgeräusche, Tics, auf-der-Stelle-Gelaufe und über den Bodengerutsche, alles ist weg. Das ist am Anfang total ungewohnt, manchmal bilde ich mir sogar ein, ich hätte ihn singen gehört, er ist ja so eine Art wandelnder Tinnitus bzw. Ohrwurm. Und auf die Uhr muss man ohne ihn auch selbst schauen, wenn er da ist, verkündet er die Uhrzeit ja durchaus im Minutentakt. Sollte er über Nacht weg sein, schlafen wir natürlich sehr gut und wir haben einen Abend für uns, weil das umständliche ins Bett bringen wegfällt. Allerdings geht keiner freiwillig mit mir Gassi, man muss im Fernsehen statt wissenschaftlicher Sendungen Lilli, Bibi, Mia und den Maulwurf gucken und man kocht grundsätzlich zu viel, weil er ja voll mit isst. Wenn er fehlt, ist es gut für die Ohren.

 

- ist das Mäusekind nicht da, ist es auch ruhig. Aber anders. Das Mäusekind ist ein Plappermaul, ständig will sie etwas wissen oder kundtun. Das kann man besser ausblenden wie den wandelnden Tinnitus. Dafür streitet sich keiner, wer auf Mamas Schoß wo sitzen will, man hat keine Diskussionen über "wie viel Papier kann man in 15 min verbasteln" und "es ist nicht nötig, knöcheltief in Playmobilpferdezubehör zu stehen" und das Mädchengezicke ist halt um eine Stimme weniger. Dafür hat man zwei Kinder hier, die sich nicht vertragen und ständig hochpushen, sich ständig provozieren und reizen und ein Kind was nichts tun kann. Gar nichts. Denn es ist sooo langweilig ohne Mäusekind. Wenn sie fehlt, ist es gut für die Minimaus, die dann endlich die Aufmerksamkeit bekommt, die ihr ihrer Meinung nach zusteht und schlecht für die Eltern, denn Minimaus kontrolliert alles :-)

 

- wenn die Minimaus nicht da ist, muss man leider sagen, dass wir fast eine normale Familie sind und vieles unternehmen, was sonst nicht geht. Gut, einer spielt noch die Zeitansage und die andere muss man ständig aufs Klo schicken, aber das Laufen über rohe Eier fehlt. Wie ich das meine? Bei der Minimaus muss man immer aufpassen, wie man etwas sagt, macht oder wo man hingeht. Jedes Wort könnte triggern, einen Wut- oder Weinanfall oder hilflose Zustände bei uns allen auslösen. Das Mäusekind ist viel gelöster, Simon hat niemanden mehr, an den er sich reiben könnte. Allerdings ist es so furchtbar leer ohne sie. Wenn sie fehlt, ist es gut für unsere Nerven, wir können die Akkus aufladen. Und auch wenn sich das jetzt sehr negativ anhört, geht sie uns furchtbar ab, wenn sie weg ist.

 

Denn wir sind nunmal fünf und nur so komplett. Egal, wie sich jeder benimmt, denn wir alle sind halt so, wie wir sind.

 

Ich geh dann mal spielen. Denn heute fehlt das Plappermäulchen und der Minimaus ist langweilig. Soooo langweilig.

9.1.16 17:05


Weitere Veränderungen...

 

Wir sind unter die Spießer gegangen *g*


Photobucket

 

Wir haben einen alten Wohnwagen renoviert, zu einem Dauerstellplatz an einem Badeweiher gezogen (das Ding fährt nie wieder) und uns so eine kleine, nicht veränderbare Oase, geschaffen. Diese Auszeiten tun sehr gut, wir haben bis jetzt nette Leute kennengelernt und möchten 2015 sicher das eine oder andere Wochenende dort übernachten (wenns klappt...)

 

 

Zum anderen waren wir sehr fleißig:

Photobucket

 

Nach einer Entrümpelungsaktion konnte für das Mäusekind ein eigener "Wohnbereich" gestaltet werden - sie verfügt jetzt auf dem Dachboden über genügend minimaussicheren Platz für all ihre Kleinteile und Pferdeställe. Sogar ein Gästebett fand ein Plätzchen, so dass auch immer jemand willkommen ist, der sich dieses Chaos länger antun möchte :-) Allein die nervliche Erleichterung, dass sich beide Mädchen KEIN Zimmer mehr teilen, ist gigantisch, von den zusätzlichen Quadratmetern wollen wir gar nicht sprechen...

6.1.16 17:26


Weitere Familienmitglieder...

Seit einem Jahr leben drei von dieser Gattung hier:

Photobucket

 

Photobucket

Photobucket

Photobucket

Drei Axolotl (ein Weißling, ein Wildling, ein Goldfarbener) bewohnen unser "altes" Aquarium, legen fleißig Eier und faszinieren uns täglich.

 

Desweiteren ist dies Dame hier eingezogen:

Photobucket

(hier beim Gute-Nacht-Geschichte vorlesen)

 

Photobucket

 

Diese Beagledame hat unser Herz im Sturm erobert, sie ist der perfekte Familienhund: ausdauernd, um mitzuhalten; geduldig, um alles auszuhalten und sehr ruhig. Sie ist kein Wachhund und kein Beschützer, aber für ihre acht Jahre topfit. Ihr größter "Nachteil" ist ihre Verfressenheit, die nur durch die Schlauheit, wie sie ans Futter kommt, übertroffen wird :-)

 

Unser lieber Joker wohnt nicht mehr hier:

Photobucket

 

Er hat uns im Dezember 2014 nach langer und schmerzhafter Krankheit verlassen. Wir haben über 6 Monate getrauert, vor allem für die Mädchen war es sehr schlimm. Er wird immer einen Platz in unserem Herzen haben!

 

6.1.16 17:18


Die Minimaus

Mit 4 Jahren, 4 Monaten und 3 Wochen...

Photobucket

 

 

- hat sie Fahrrad fahren gelernt

- besucht sie ganztägig einen Förderkindergarten

- liebt sie Kneten, Musik machen und Bücher vorgelesen 

- hat sie ein großes Bett bekommen

- weiß sie weder, wo ihre, noch wo unsere Grenzen sind

- ist der kürzeste Weg, seinen Willen zu bekommen, immer noch von Aggression geprägt

- hat sie inzwischen einen großen Wortschatz, aber wenig Gespür für Grammatik

- kann man sie nur über ihren Kopf erreichen, will sie was, klappt alles, will sie nichts, geht auch gar nichts

- vertraut sie in erster Linie sich

- braucht sie viele Kuscheleinheiten, die sie sich leider nicht holen kann

- hat sie unglaublich viel aufgeholt

- ist sie immer noch fremd in unserer Familienwelt

- versteht sie den Zusammenhang zwischen Tun und Konsequenz nicht

- gilt nur ihr Wille und ihr Bedürfnis

- ist sie emotional ein gutes Jahr hinterher

- ist sie normal intelligent (Gott sei Dank!)

- tanzt sie mit viel Elan und ohne Taktgefühl in einer Showtanzgruppe

-  hat sie viele charakterliche Gemeinsamkeiten mit einem Autisten

- liebt sie Musik

- tun ihr Umgangskontakte gar nicht gut

- ist sie extrem unsicher, was sie mit großem Ego zu überspielen versucht

- steht sie sich so oft selbst im Weg

- braucht sie viel Kraft für Kontrolle und Intrige, die sie beides nicht nötig hätte

- hilft sie gerne mit, ob im Haushalt oder bei der Gartenarbeit

-  traut sie sich inzwischen so viel zu, was vor Monaten undenkbar gewesen wäre

- ist sie eine große Wasserratte

- fühlt sie sich immer zurückgesetzt, reicht sich selbst nicht

- hat inzwischen schulterlange Haare, nachdem sie selbst Friseur gespielt hat :-)

- liebt sie rosa, Glitzer, Nagellack und würde sich am liebsten schminken

- spielt sie am liebsten mit lautem Plastikspielzeug für Babies

- geht sie zu gerne auf Fremde zu

- tut sie für Süßigkeiten alles, im Positiven wie im Negativen

- ist sie so ein tolles Kind, wenn sie sie selbst ist

- liebt sie alles Herzhafte zum Essen, Essiggurken, Chilisauce, etc.

- kann sie alle mit ihrem Wesen einnehmen und das gut für sich nutzen

- puzzelt sie gerne, 60 Teile ohne Hilfe 

- braucht sie ihren sicheren Alltag

- ist sie im Kindergarten sehr beliebt, hat aber wenig Freunde

- kann sie sich nicht selbst beschäftigen, braucht immer Anleitung

- ist sie (fast krankhaft) auf ihre Schwester fixiert

- braucht sie 150% Aufmerksamkeit rund um die Uhr, was bei drei Kinder schwierig ist

- hat sie Tage, an denen sie nichts mehr kann (und nichts heißt nichts, kein Essen, kein Anziehen, kein Laufen mehr möglich)

- darf sie bis auf weiteres hier bleiben

 

Unsere kleine Maus ist emotional krank, ohne Frage. Sie sieht zwar aus wie ein Drogenkind, ist aber laut ärztlichem Urteil keines. Kommt es von der Vernachlässigung, vom Abusus, ist es genetisch? Keine Ahnung. Sie ist die, die uns täglich am meisten fordert. Sie müht sich ab wie ein Hamster im Rad, wäre so gerne normal, braucht aber auf Biegen und Brechen ihre Mauer aus Trotz, Kontrolle, Aggression und Tunnelblick um sich herum. Wir werden es im Laufe der Jahre sicher schaffen, ihr unsere Welt vertrauter zu machen, aber es ist so schwer für sie.  Es vergeht kein Tag, an dem sie nichts kaputt macht und sich darüber freut, an dem sie nicht ein anderes Kind schlägt oder den Hund tritt, an dem sie nicht kontrolliert und manipuliert. Und es vergeht inzwischen kein Tag mehr, an dem auf unserem Schoß sitzt und schmust, auch mal etwas zugeben kann, einfach nur Kind ist und wir spüren, wie lieb sie uns hat. Es fällt manchmal schwer, sie so lieb zu haben, wie sie ist und dennoch ist es jede Minute wert. Im letzten Jahr hatten wir so viele "erste" Erlebnisse mit ihr, sie hat sich zum erstem Mal über ein Weihnachtsgeschenk gefreut, konnte zum ersten Mal Schnee ohne Panik geniessen oder zum Kuscheln ins Bett kommen. Sie erlebt mittlerweile vieles bewußter, zeigt, wie gut ihr das alles tut. Und man muss aufpassen, sie nicht zu überfordern, sie nicht als das große, starke Kind zu sehen, als das sie sich gibt. Ich sehe sie nicht in der Zukunft, ich weiß nur, dass alles gut wird.

 

5.1.16 17:15


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung